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Obsterlebnisweg von Hemau über Beratzhausen

Der Obsterlebnisweg im Landkreis Regensburg

Radeln und Wandern in der Natur was für eine Wohltat für Körper und Geist! Die Kulturlandschaft zwischen den Tangrintler Höhen bei Hemau und dem Zusammenfluss von Vils und Naab bei Kallmünz ist dabei vielen als besonders malerisch bekannt: Der Jura zeichnet sich durch schroffe Felsformationen und im Wechsel mit sanften Kuppen und lieblichen Flüsstälern aus.
Nun können Sie einen ganz speziellen Aspekt dieser alten Kulturlandschaft auf neue Art erleben: Erfahren Sie zu Fuß oder auf dem Rad viel Wissenswertes über Äpfel, Birnen, Trauben und Nüsse, über Essig, Wein und Most, aber auch zu all dem in Märchen, Dichtung und Holzbaukunst. Der Obsterlebnisweg öffnet Ihnen die Augen für zahlreiche Geschichten und Fakten rund um einige der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit und ihre Bedeutung für die Region im Lauf der Jahrhunderte.
Ganz egal wie viel Zeit Sie mitbringen, die Aufteilung des Obsterlebnisweges erlaubt Ihnen jederzeit Ihre Tour individuell zu planen. Auf zwölf Informationstafeln entlang des 34 Kilometer langen Radweges werden unabhängig voneinander verschiedenste Themen erläutert. Zu schaffen ist die auch für Kinder geeignete Strecke in zwei bis drei Stunden. Die großformatigen Karten an den einzelnen Stationen und die zahlreichen Wegweiser sorgen dafür, dass Sie nicht vom Weg abkommen.
Von einigen großen Tafeln ausgehend, sind an der Strecke insgesamt sechs kleinere Spazierwege als Rundtouren angeschlossen, die sich mit jeweils einem Thema näher beschäftigen. Hier führen weitere Tafeln entlang der Wege noch tiefer in die Welt des Obstes ein. Der gemütliche Spaziergänger kann dabei in einer Stunde noch mehr über ganz spezielle Aspekte des Obstes erfahren. Natürlich lassen sich die Spazierwege auch mit dem Rad erkunden!

Zahlen und Fakten:

* Mit Wegweisern versehene idyllische Radtour, Streckenlänge ca. 34 km
* 12 große Informationstafeln entlang der Radroute
* davon 6 Tafeln mit angeschlossenem und markiertem Spazierweg (Apfelsymbol auf weinrotem Grund)
(Dauer des Spaziergangs jeweils ca. 45 bis 60 Minuten)

Örtliche Führungen mit Schauspieleinlage und eine Publikation, die derzeit in Bearbeitung ist, sollen künftig den Erlebnispfad ergänzen.

Überblick

Die 12 Tafelstandorte und die 6 Spazierwege im Überblick


1. Hemau (Nähe Schule): Obst und Gesundheit
Hier erfahren Sie Wissenswertes über den Obsterlebnisweg und seine Streckenführung Außerdem bekommen Sie eine kleine Einführung zum hier beginnenden Spazierweg. Begeben Sie sich auf eine kleine Zeitreise und erfahren Sie, seit wann und wie Obst in der Heilkunde Verwendung findet.

Spazierweg "Obst und Gesundheit"
Dieser Spazierweg beschäftigt sich mit der Rolle des Obstes in der Heilkunde. Vom Obst als Quelle der Gesundheit in der griechischen Mythologie bis zur Bachblütentherapie erfahren Sie hier, wie Menschen sich zu allen Zeiten mit Hilfe des Obstes gesund hielten.
Start: Nähe der Schule in Hemau.

2. Beratzhausen (Johann-Ehrl-Platz): Obst und Dichtung
Vom Kinderreim "Warum ist die Banane krumm?" bis zu Theodor Fontane zieht Obst seine Spur durch Dichtung und Literatur. Besonders die Liebe kommt dabei nicht zu kurz.

Spazierweg "Obst und Dichtung"
Was hatte Goethe zum Thema Äpfel zu sagen, und was ist ein Finkenwerder Herbstprinz? Zahlreich sind die Themen, Einfälle und Assoziationen von Schriftstellern und Dichtern unterschiedlicher Epochen. Erfahren Sie etwas über Schillers besondere Beziehung zu Äpfeln und was römische Schriftsteller vom germanischen Obst hielten.
Start: im Alleeweg beim Spielplatz in Beratzhausen.

3. An der Zwerglhöhle (Nähe Ametshof): Märchenhaftes Obst
Märchen und Sagen sind viel älter als alle niedergeschriebenen Geschichten. In diesem reichen kulturellen Erbe finden sich viele mündlich überlieferte Sagen und Erzählungen, die sich mit Obst beschäftigen. So auch die berühmte Erzählung von Schneewittchen und dem vergifteten Apfel. Das Bergwerk der Sieben Zwerge ist übrigens hier ganz in der Nähe!

4. Am Högerlberg: Wildobst
Was heute in Obstgärten gedeiht, entstand meist durch lange Züchtung und Kreuzung verschiedener Wildobstarten. Doch auch heute wird Wildobst noch genutzt und es gibt so einige Früchte, die direkt vom Strauch einfach am besten schmecken. Welche das sind, erfahren Sie hier!

5. Vor Unterpfraundorf: Bestäubung Grundvoraussetzung einer guten Obsternte
Schön anzuschauen, wenn Bienen von Blüte zu Blüte fliegen! Doch auch Erdhummel, Sandbiene und der Wind sind für die meisten heimischen Obstsorten nicht nur nützlich ohne Sie gäbe es keine Ernte! Sie erfahren auch, warum ein artenreicher Garten bessere Erträge bringt.

6. Rechberg (beim Rechberger Hof): Mythologie und Obst
Germanen, Kelten, Griechen: In allen Mythologien maß man dem Nahrungs- und Heilmittel Obst große Bedeutung zu. Erfahren Sie, welche Pflanzen Für Liebe, Fruchtbarkeit, Manneskraft, Schönheit, Rausch oder für den Schutz vor Geistern und Hexen standen.

Spazierweg "Obst und Mythologie"
Neun Tafeln erzählen von der Bedeutung der Walnuss und der Kornelkirsche für die Römer ebenso wie von der christlichen Symbolik verschiedener Obstsorten.
Start: gegenüber Rechberger Hof in Rechberg.

7. Rechberg (Wegegabelung Oberpfraundorf/Unterpfraundorf): Das Obst im Brauchtum
Schon immer waren Rituale und Feste eng mit dem Obst verknüpft. Die besondere Beziehung der Menschen zum Obst spiegelt sich darin oft wieder. Liebe, Glück und Fruchtbarkeit, Schmerz, Krankheit und Tod: Bei all dem war und ist das Obst abwechselnd Sündenbock, Glücksbringer, Ratgeber und Wegweiser durch die Jahreszeiten.

Spazierweg "Obst und Brauchtum"
Im gesamten Jahresverlauf wird bis heute altes Brauchtum gepflegt. Vom Aberglauben bis zur Bauernregel lernt man hier Seltsames genauso kennen wie Sinnvolles. Welche Bräuche haben zum Teil bis heute überlebt und was haben sie zu bedeuten? Hier erfahren Sie es!

Start: Ecke Kallmünzer Straße/Talweg in Unterpfraundorf.

8. Oberpfraundorf (OGV-Häusl): Biblische Früchte im Land, wo Milch und Honig fließt
Der Sündenfall von Adam und Eva ist nicht das einzige Bibelkapitel, das etwas mit Obst zu tun hat. An vielen Stellen in der heiligen Schrift wird auf Früchte verwiesen, denn auch zu biblischen Zeiten war Obst ein wichtiges Nahrungs- und Heilmittel.

Spazierweg "Obst und Bibel"
H
ier können Sie einen Abstecher zu 19 Flurdenkmälern machen, die alle unter biblischen Aspekten betrachtet werden. Bibelstellen dienen dabei als Leitfaden.

Start: Kirche Oberpfraundorf.

9. Oberwahrberg: Obstbaumalleen
Eine auf beiden Seiten von Bäumen gesäumte Straße mag romantisch wirken der Baumbestand erfüllte in früheren Zeiten aber gleich mehrere Zwecke. Unter anderem dienten Obstbaumalleen der Truppenversorgung und Straßenbefestigung. Erfahren Sie, wer zuerst auf diese Idee kam!

10. Dinau (beim Wirt): Die Streuobstwiese
Vom Weinbau bis zur Kirschblüte seit Urzeiten legen Menschen Obstgärten an. Erfahren Sie hier welche Traditionen hinter der Anbauform der Streuobstwiese steckt und welchen Nutzen der Erhalt dieser Flächen für Menschen und Tiere bringt.

Spazierweg "Die Streuobstwiese"
Auf diesem Rundweg bekommen sie Antworten auf viele Fragen: Welche Tiere leben auf einer Streuobstwiese? Welche Berufe lebten früher und heute von ihren Produkten? Und was ist eigentlich Pomologie?

Start: Beim Wirt in Dinau.

11. Murrenberg: Bäuerliche Selbstversorgung
Wie betrieben die Bauern in der Oberpfalz den Obstanbau und was ist ein Krautapfel? Hier geht es um den bäuerlichen Alltag und wie und wann Obst gegessen wurde. Auch über alte Ortsnamen kann man hier etwas lernen.


12.Kallmünz (Parkplatz Verwaltungsgebäude): Obstholz als Nutzholz
Öl, Farbstoffe, Aromen, Edle Holzverzierungen: Obstbäume liefern viele Produkte, an die man bei der Betrachtung eines Kirschbaumes nicht sofort denkt. Schon früh wurden die speziellen Eigenschaften besonders der Obsthölzer erkannt und genutzt. Neugierigen ist der angeschlossene Spazierweg wärmstens zu empfehlen.

Spazierweg "Nutzung von Obstgehölz"
Wussten Sie, dass heute noch Meteorologen Obstbäume nutzen, um das Klima zu erforschen? Oder dass in Kriegszeiten viele Ersatzstoffe aus Obstgärten stammten? Elegante Möbel, Kunstwerke und unübertroffen schön klingende Instrumente Obstbäume liefern Rohstoffe für mehr als Kompott und Apfelkuchen.

Start: Parkplatz Verwaltungsgebäude in Kallmünz.